Vorsätze für 2019 / 2020

‚2019 war für mich das aufregendste & schönste Jahr, aber gleichzeitig auch das schmerzhafteste, was ich jemals erlebt habe.‘

Dieses Zitat habe ich erst vor Kurzem gelesen, aber ich fand es wirklich sehr passend für mein Jahr 2019.

2019 sind mir einige Menschen sehr wichtig geworden, ich habe mein Abitur beendet, bin viel gereist und habe mein Auslandsjahr begonnen. Ich habe wirklich wunderbare Momente erlebt, aber auch einige sehr schwere Zeiten gehabt.

Aber in diesem Blogpost soll es nur um mein Auslandsjahr gehen. Am Anfang des Jahres 2019 hatte ich mir Vorsätze aufgeschrieben, um mir für dieses wichtige Jahr meines Lebens ein paar Ziele vorzugeben. Ich empfinde den Anlass des neuen Jahres immer als passend, um das zurückliegende einmal zu reflektieren und um das vor einem liegende zu planen. Vor ein paar Tagen konnte ich dann abhaken, was für Ziele ich 2019 erreichen konnte.

✓ Neue Menschen kennenlernen.

Ich glaube, das war einer der Vorsätze, bei denen zu erwarten war, dass er sich erfüllen würde. Ich wusste zwar am Anfang des Jahres noch nicht, ob sich mein Auslandsjahr-Traum erfüllen würde oder ob ich als Plan B bereits studieren würde, aber so oder so – neue Menschen hätte ich in beiden Situationen kennengelernt.

Doch trotzdem kann ich wirklich behaupten, dass ich froh bin, was für Menschen ich hier kennen lernen durfte. Ich habe eine wunderbare Ländergruppe, mit meinen Mitbewohnern kann ich stundenlang reden und in meinem Projekt habe ich mit Menschen zu tun, die jeder auf ihre eigene Art besonders und wundervoll sind. Ich bin unfassbar dankbar für diese Möglichkeit, diese Menschen alle kennengelernt zu haben. ❤

✓ Auslandsjahr anfangen.

Nun ja, ich muss gestehen, das ist wohl der zweite Punkt, der sehr generell formuliert war. Aber er ist zumindest auch in Erfüllung gegangen, denn wie gesagt, zu Anfang des Jahres war es nicht sicher, ob alles so klappen würde, wie ich es mir gewünscht habe.

✘ Vor dem Auslandsaufenthalt Geschenke, spätere Bewerbungen für das Studium, usw. fertigstellen.

Das konnte ich leider nur so halb schaffen. Eigentlich wollte ich schon viele Dinge erledigt haben, damit ich mich während meiner Zeit hier auch wirklich nur auf meine Pläne konzentrieren kann. Aber im Endeffekt waren die zwei Monate zwischen Schule und dem Beginn des Auslandsabenteuers im September einfach nicht viel. Ich habe noch einige andere Dinge zu tun gehabt, sodass die Zeit einfach nicht für alles ausgereicht hat.

✓ Selbstbewusster werden.

Das ist schon seit Jahren eine Schwäche von mir gewesen, dass ich lieber zugehört als geredet habe. Aber ich habe wirklich das Gefühl, dass ich hier einfach gezwungen werde, mich mehr zu öffnen. Des Weiteren habe ich bemerkt, dass ich mich einfach viel mehr traue, etwas mitzuteilen, wenn mich etwas stört. Ich versuche einfach nach dem Grundsatz zu leben, dass ich mich nicht ärgern möchte, etwas nicht getan zu haben. Es gab auch schon einige Situationen, in denen ich bewiesen habe, dass ich mich nicht mehr so leicht unterkriegen lasse. Darauf bin ich wirklich ein wenig stolz.

✓ Zeit besser managen: Familie, Freunde, Arbeit, Hobbies, Freizeit, …

Als ich noch im Abitur-Stress steckte, habe ich das nicht so gut hinbekommen. Aber seitdem ich in der Niederlande wohne, muss ich einfach selbst organisieren können, wenn ich etwas unternehmen möchte und wann ich mir Zeit für mich selbst nehmen kann. Inzwischen habe ich mir wirklich schon gut einen Plan gemacht, für was ich wann meine Zeit investieren möchte und fühle mich nicht mehr so gestresst wie früher.

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Allem in allem glaube ich, dass es eigentlich eine gute Bilanz ist. Ich habe mich weiterentwickelt und merke, wie ich es immer weiter mache. Ich bin froh darüber, die Entscheidung gefällt zu haben, mich in ein Auslandsjahr-Abenteuer zu stürzen.

☐ Neue Orte entdecken, wie zum Beispiel Den Haag, Rotterdam, Utrecht, …

Rotterdam und Utrecht habe ich zwar schon mal kurz besucht, aber da ich von den Städten nur jeweils 20 Minuten entfernt wohne, würde ich mich freuen, von diesen mehr sehen zu können. Jedoch waren das nur Beispiele, denn ich habe vor, noch so viel mehr zu sehen. Ich möchte die beliebtesten Orte der Niederlande gesehen haben, die Touristenattraktionen. Aber ich wünsche mir auch, kleine, unbekannte Orte gesehen zu haben, die man nur kennt, wenn man ein Jahr lang hier gewohnt hat.

☐ Andere ASF-Freiwillige in der Niederlande (und in Belgien) besuchen.

Ich wohne ja in Gouda, aber es gibt auch ASF-Freiwillige in den Städten Amsterdam, Rotterdam, Amersfort, Den Bosch und Groningen. Jede dieser Städte und auch Freiwilligen würde ich gern mindestens einmal einen Besuch abgestattet haben, um mich durch einen Halb-Einheimischen durch die niederländischen Städte führen zu lassen. Da Belgien auch nicht weit weg ist, habe ich mir auch fest vorgenommen, gute Freundinnen von mir in der belgischen Stadt Antwerpen zu besuchen.

☐ Mehr lernen über Menschen mit geistiger Behinderung.

In meinem Projekt arbeite ich mit Menschen, die geistig eingeschränkt sind. Ich würde diese Menschen niemals einfach nach einer Krankheit einordnen oder sie deswegen unterschiedlich behandeln. Aber teilweise habe ich einfach Fragen, warum sich jetzt einer der Klienten so verhält oder was er mir mitteilen möchte. Ebenso fände ich es praktisch, um wissen zu können, was ich manchen Menschen zumuten kann, um sie manchmal leichter verstehen zu können. Aus diesem Grund hoffe ich sehr darauf, durch meine Arbeitskollegen noch mehr zu erfahren, andererseits werde ich mich auch selbst bemühen, mich besser zu informieren.

☐ Besser niederländisch lernen.

Bis jetzt kann ich so gut niederländisch sprechen, dass ich sehr gut Smalltalk führen kann. Ich kann jemanden fragen, wie es ihm geht, ob heute gutes Wetter ist oder was es heute zum Abendessen geben wird. Das ist ja auch ziemlich das Einzige, was ich auf der Arbeit benötige. Ich komme mit meinen Kenntnissen also schon ziemlich gut im Alltag klar.

Aber wenn es um tiefgründigere Themen geht, kann ich meist nicht mithalten. Ich lerne zwar in meinem Niederländisch-Unterricht ein paar spezifischere Worte, aber die vergesse ich auch oft schnell wieder. Was ich mir vornehme, ist mich mehr zu trauen, niederländische Texte zu lesen, ohne Übersetzer nutzen zu wollen. Oder niederländische Serien und Filme zu schauen, um noch vertrauter mit der Sprache zu werden. Meist ist es nämlich nur eine Kopf-Sache, denn so schwer ist niederländisch nun wirklich nicht.

☐ Einen Zeitzeugen besuchen.

Einige meiner Mitfreiwilligen in der Niederlande haben die Möglichkeit bekommen, Überlebende des Holocaust zu besuchen. Ich habe mich auch von Anfang an dafür interessiert, bis jetzt hatte sich aber leider noch nicht viel dazu ergeben. Im Dezember habe ich nochmal ein Gespräch geführt, welches in mir die Hoffnung geweckt hat, dass dieser Wunsch vielleicht doch noch klappen könnte.

☐ Genug Kontakt zu Freunden und Familie behalten.

Es ist nun mal ein großer Schritt, wenn man für ein Jahr ins Ausland zieht. Natürlich passiert es oft, dass Freundschaften nach der gemeinsamen Schulzeit auseinander gehen. Aber trotzdem kann man sich bemühen, den Kontakt aufrecht zu erhalten. In meinem Leben bin ich bereits zwei Mal umgezogen und weiß, wie es ist, mit den wichtigsten Menschen in Verbindung zu bleiben.

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Im Folgenden habe ich noch einige Punkte aufgeschrieben, die sich zwar auf mich und auch meine Zeit hier beziehen, aber nicht nur. Es geht eher darum, dass ich das erste Mal alleine lebe und lernen muss, damit umzugehen und meinen Lebensstil festzulegen.

☐ Finanziellen Rahmen gut festlegen und nicht überschreiten.

☐ Abwechslungsreicher und gesünder leben.

☐ Sportlicher aktiv sein, z.B. Zumba oder Yoga.

☐ Frühzeitig planen und organisieren.

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Ich bin gespannt, was ich am Ende dieses Auslandsjahres von meiner Liste abhaken kann. Momentan bin ich auf jeden Fall sehr motiviert, so viel wie möglich davon umzusetzen. Ich lebe nach dem Motto:

Am Ende bereuen wir nur die Dinge, die wir nicht getan haben.

Ich wünsche euch, dass ihr in diesem Jahr eure langersehnten Wünsche erfüllen könnt, dass ihr glücklich seid, mit dem was ihr macht und im Hier und Jetzt leben könnt. Frohes neues Jahr 2020!

all the love, miriam. ❤

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Goals for 2019 / 2020

‚2019 was the most exciting & most beautiful year for me, but at the same time the most painful I have ever experienced‘.

I read this quote only recently and found it very fitting for my year 2019.

In 2019 some people became very important to me, I finished my high school diploma, travelled a lot and started my year abroad. I have experienced really wonderful moments, but also had some very hard times.

But this blog post is only about my year abroad. At the beginning of the year 2019 I had written down resolutions to set some goals for this important year of my life. I always find the occasion of the new year suitable to reflect the past one and to plan the one before. A few days ago I was able to check off what goals I could achieve in 2019.

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✓ Meet new people.

I think this was one of the resolutions that was expected to be fulfilled. I didn’t know at the beginning of the year if my dream of a year abroad would come true or if I would study as a plan B, but either way – I would have met new people in both situations.

Nevertheless, I can really say that I’m glad that I got to know the people here. I have a wonderful ARSP group, I can talk for hours with my roommates and in my project I have to deal with people who are each in their own way special and wonderful. I am incredibly grateful for this opportunity to have met all these people.

✓ Start a year abroad.

Well yes, I have to admit that this is probably the second point that was formulated very generally. But at least it came true, because as I said, at the beginning of the year it was not sure if everything would work out the way I wanted it to.

✘ Finish gifts, applications for studies, etc. before the stay abroad.

I’m afraid I could only manage half that. Actually, I wanted to have a lot of things done so that I could really concentrate on my plans during my time here. But in the end, the two months between school and the beginning of the adventure abroad in September were just not much. I had a few other things to do, so there just wasn’t enough time for everything.

✓ Become more confident.

That has been a weakness of mine for years, that I preferred to listen than to talk. But I really have the feeling that I’m simply being forced to open up more here. Furthermore, I have noticed that I simply dare to say something more when something bothers me. I just try to live by the principle that I don’t want to be annoyed that I didn’t do something. There have also been a few situations where I have proven that I am not so easily defeated. I am really a little proud of that.

✓ Manage time better: family, friends, work, hobbies, plans, …

When I was still in the stress of my high school graduation, I didn’t manage it so well. But since I’m living in the Netherlands, I just have to be able to organize myself when I want to do something and when I can take time for myself. In the meantime, I have really made a good plan of what I want to invest my time in and when, and I don’t feel as stressed out as I used to.

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All in all, I think it’s actually a good record. I have developed further and I notice how I keep on doing it. I’m glad that I made the decision to plunge into a year abroad adventure.

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☐ Discover new places, such as The Hague, Rotterdam, Utrecht, …

I have visited Rotterdam and Utrecht for a short time, but since I live only 20 minutes away from each of these cities, I would be happy to see more of them. But these were only examples, because I plan to see so much more. I would like to see the most popular places in the Netherlands, the tourist attractions. But I also wish to have seen small, unknown places that you only know if you have lived here for a year.

☐ Visit other ASF volunteers in the Netherlands (and Belgium).

I live in Gouda, but there are also ASF volunteers in Amsterdam, Rotterdam, Amersfort, Den Bosch and Groningen. I would like to visit each of these cities and also volunteers at least once to be guided through the Dutch cities by a half local. As Belgium is not far away either, I have also decided to visit good friends of mine in the Belgian city of Antwerp.

☐ Learn more about people with intellectual disability.

In my project I work with people who are mentally handicapped. I would never simply classify these people according to an illness or treat them differently because of it. But sometimes I simply have questions about why one of the clients is behaving this way now or what he wants to tell me. I also find it practical to know what I can ask of some people, so that I can sometimes understand them more easily. For this reason I hope to learn more through my colleagues, but I will also try to get better information myself.

☐ Learn Dutch better.

Until now I can speak Dutch so well that I can make small talk very well. I can ask someone how he is doing, if it is good weather today or what will be for dinner today. That’s pretty much the only thing I need at work. So I’m already coping pretty well with my knowledge in everyday life.

But when it comes to more profound topics, I usually cannot keep up. I learn some more specific words in my Dutch lessons, but I often forget them quickly. What I want to do is to dare myself more to read Dutch texts without using translators. Or to watch Dutch series and films to become more familiar with the language. Most of the time it’s just a head thing, because Dutch is not that difficult.

☐ Visit a Holocaust survivor.

Some of my fellow volunteers in the Netherlands have had the opportunity to visit Holocaust survivors. I was also interested in it from the beginning, but unfortunately not much has happened so far. In December I had another conversation, which made me hope that this wish might work out after all.

☐ Keep in touch with friends and family.

It is a big step when you move abroad for a year. Of course, it often happens that friendships fall apart after the school time together. But you can still make an effort to keep in touch. In my life I have already moved twice and I know what it is like to stay in touch with the most important people.

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In the following I have written down a few more points, which refer to me and also to my time here, but not only. It is more about the fact that I live alone for the first time and I have to learn to deal with it and to define my lifestyle.

☐ Set financial framework well and do not exceed.

☐ Live more varied and healthier lives.

☐ Be more active in sports, e.g. Zumba or Yoga.

☐ Plan and organise early on.

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I am curious to see what I can check off my list at the end of this year abroad. At the moment I am definitely very motivated to do as much of it as possible. I live by the motto:

In the end we only regret the things we didn’t do.

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I wish you that this year you can fulfill your long awaited wishes, that you are happy with what you are doing and that you can live in the here and now. Happy new year 2020!

all the love, miriam. ❤

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