Oktober ’19

Der Monat Oktober war der erste Monat, den ich komplett in der Niederlande verbracht habe. Ich habe versucht mich einzugewöhnen, Freunde zu finden, meinen Orientierungssinn zu verbessern und Erfahrungen zu sammeln. Deswegen wollte ich einen kleinen Rückblick dazu machen, was meine Highlights dieses Monats waren und wie weit ich meine Wünsche schon erfüllen konnte.

Beginnen möchte ich mit meinen Erfahrungen in meinem Projekt, bevor ich zu meinen privaten Erlebnissen kommen werde. Die letzten vier Wochen habe ich in den sogenannten ‚Workshops‘, also den Tag-Aktivitäten der Hausbewohner, mitgearbeitet. Unsere Koordinatorin im Projekt hat das so organisiert. Mein Mitfreiwilliger von ASF und ich haben also immer tagsüber mitgeholfen, während unsere anderen beiden Mitfreiwilligen die Früh- und Spätschichten übernommen haben.

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Workshops, entweder arbeitet man im Kunstatelier oder im Garten mit.

Im Kunstatelier habe ich am Anfang leider nicht so spannende Dinge gemacht, also während alle anderen gemalt oder gebastelt haben, durfte ich die Wäsche abnehmen oder den Geschirrspüler ausräumen. Oder manchmal daneben sitzen und aufpassen, dass keiner sich einen Pinsel in den Mund steckt! Nach einer Weile durfte ich dann aber auch endlich etwas mitmalen. Darüber habe ich mich gefreut, denn es wurden teilweise schon Weihnachtsbilder gemalt! Ich liebe Weihnachten und war super glücklich, Ausmalbilder zu diesem Thema zeichnen zu dürfen. Aber ich durfte auch andere Dinge wie diese Tüten hier bemalen, in die dann die zu verkaufenden Dinge eingepackt werden. 🙂

Blumen sind ein wundervolles Motiv!

Ehrlich gesagt – auf die Gartenarbeit habe ich mich am Anfang gar nicht gefreut. Ich habe nie wirklich Interesse daran gehabt, im Garten zu arbeiten und mir sozusagen ‚die Hände schmutzig zu machen‘. Aber völlig falsch gedacht! Mir hat es wirklich total Spaß gemacht, mit den Hausbewohnern die Hecke zu schneiden, Gras zu mähen oder Blumen abzuschneiden. Dadurch, dass die Bewohner oft auch sehr langsam arbeiten, fiel es gar nicht auf, wenn ich mit meinen Unkenntnissen dort auch mal nicht so schnell unterwegs war.

Das Schöne an der Gartenarbeit ist auch, dass man nicht nur im Garten der Arche arbeitet. Dieser wäre nämlich zu klein, wenn man dort jeden Wochentag mit circa fünf Leuten arbeiten würde, denn irgendwann gibt es halt auch keine noch zu erledigende Arbeit mehr. Also sind wir auch zum Beispiel zu einem Tennisplatz, einem Wohngebiet oder zu einem Kirchengelände gefahren, um dort ein bisschen Gartenarbeit zu leisten.

Mein Highlight: Schoonhoven, ein kleines wunderhübsches Städtchen ein Stückchen von Gouda entfernt, wo wir auch helfen durften.

Aussicht von unserem Arbeitsplatz in Schoonhoven

Ich habe mich mit meinem Mitfreiwilligen immer abgewechselt, wer wo arbeitet. Das war am Anfang noch etwas seltsam, denn im September hatten wir bei unseren zwei ‚Einführungswochen‘ immer noch zu zweit in einer Schicht gearbeitet und nun war ich auf einmal auf mich alleine gestellt. Was mir am Anfang etwas Angst bereitet hat, war am Ende doch praktisch, um nicht immer in dieser ‚Freiwilligenblase‘ unterwegs zu sein.

Die Workshops gingen immer von 9 – 16 Uhr von montags – freitags, sodass ich eigentlich einen sehr geregelten Arbeitsalltag hatte. Die Wochenenden hatte ich tatsächlich alle frei. Das hat mich am Anfang sehr überrascht, denn normalerweise werden wir pro Monat nur zwei freie Wochenenden zur Verfügung haben.

Durch diese Chance der vier freien Wochenenden hoffte ich, viel im Oktober zu unternehmen.

Das erste Wochenende klappte das eigentlich auch schon ganz gut. Meine beiden anderen Mitfreiwilligen hatten auch frei, also beschlossen wir, gemeinsam unsere Zeit zu verbringen. Wir hatten dann die Idee, an diesem Wochenende uns Leinwände und Farbe zu kaufen, um die kahle Wand über dem Sofa im Wohnzimmer etwas schöner zu gestalten.

Das Thema lautete: Herbst! Also kauften wir lauter herbstliche Farben, um der Jahreszeit gerecht zu werden. Die anderen Beiden hatten eher den Plan, ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen und mit den Farben zu experimentieren, während ich ein richtiges herbstliches Motiv malen wollte. Schlussendlich wurde es ein lustiger Nachmittag, der auf jeden Fall unseren Entschluss bekräftigte, jetzt zu jeder Jahreszeit ein passendes Bild malen zu wollen.

Welches ist wohl meins?

Den Tag darauf hatte ich dann auch das erste Mal Niederländisch-Unterricht. Wir bekommen jetzt jede Woche Montag für ein paar Monate Unterricht, um die Sprache fließend beherrschen zu können. Obwohl wir viel vor dem Lehrer und seinen langweiligen Lehrmethoden vorgewarnt wurden, war es auf keinen Fall so schlimm wie erwartet. Es war halt immer die gleiche Abfolge – erst einen Text anhören, dann unbekannte Wörter klären, dann die Sätze nochmal diktiert bekommen und berichtigen, danach Fragen beantworten und Lückentexte ausfüllen. Ich weiß noch nicht, wie viel ich im Endeffekt daraus mitgenommen habe, aber während andere sich hier Karteikarten schreiben, um Vokabeln zu lernen, kann ich mich auch so schon ganz gut verständigen.

10.10.-14.10.2019

Dann kamen endlich die Tage, auf die ich mich schon unendlich sehr gefreut habe. Meine Mutter, mein Bruder und mein Freund nahmen die Reise von Deutschland auf sich, um mich zu besuchen und mir noch ein paar wichtige Dinge mitzubringen.

Am 11.10. hatte mein Bruder Geburtstag. Ich habe ewig überlegt, was man an seinem Geburtstag machen könnte, denn ich bezweifle, dass sich der 9-jährige sehr für einen Museumsbesuch begeistert hätte. Also habe ich bei meinen Arbeitskollegen herumgefragt und einen tollen Tipp bekommen: Jumpsquare Gouda! Das ist ein Gebäude, in dem einige Trampoline aufgebaut sind und wir zu dritt (mein Freund, mein Bruder und ich) eine Stunde lang hüpften und sehr viel Spaß hatten.

Am Abend haben wir noch im Pfannkuchenhaus lecker gegessen. Praktisch: dort war ein kleines Mädchen, welches genau am gleichen Tag auch Geburtstag hatte und einen Luftballon in Form einer Neun dabei hatte. Schnell gefragt, ob man auch ein Foto damit machen könne, und wir hatten auch ein süßes Geburtstagsfoto gemacht!

Besuch aus Deutschland

Am Tag darauf machten wir uns auf zur Oosterschelde, wo wir uns das Sturmflutwehr im Zuge einer Tour ansahen. Es war super interessant gemacht, aber gleichzeitig leider auch sehr bescheidenes Wetter. Danach fuhren wir noch spontan beim IKEA vorbei, um mir Dinge wie einen Spiegel, Teppiche und Kissen zu besorgen.

Am Sonntag, also leider schon dem letzten Tag, machten wir uns einen sehr entspannten Tag. Wir gingen im downies&brownies, einem Restaurant, wo auch Menschen mit Down-Syndrom arbeiten, frühstücken und machten einen Spaziergang durch die Stadt. Abends puzzelten wir noch eine ganze Weile.

Montags fuhren sie leider wieder ab, da ich auch um 9 Uhr wieder arbeiten musste. Der Abschied fiel mir nicht wirklich leicht, da es so seltsam war, zu wissen, dass man sich für eine ganze Weile nicht wiedersehen würde. Aber so schlecht es mir an diesem Tag auch ging, fühlte ich mich die Tage danach schon nicht mehr so traurig, sondern eher positiv gestimmt, die Zeit so gut wie möglich bis zu unserem Wiedersehen zu nutzen.

Am Wochenende darauf traf ich mich mit meiner Mentorin. Jeder von uns Freiwilligen kriegt von der Arche einen Mentor gestellt, der einen bei Fragen und Unsicherheiten unterstützen kann und oft auch vor einigen Jahren Freiwilliger gewesen ist.

Meine Mentorin und ich haben uns erst auf einen Kaffee wieder bei downies&brownies verabredet, eher wir zu Arche zur ‚Arkviering‘ gingen. Dort wurde in der Kirche nebenan gesungen und gebetet. Danach gab es noch Kaffee und Kuchen.

Es war echt ein schöner Nachmittag. Es war super, Fragen stellen zu können und sich Tipps geben zu lassen. Wir haben uns echt gut verstanden und sehen uns im November auch wieder, worauf ich mich wirklich schon echt freue. Sie wohnt inzwischen auch wieder in der Niederlande, sodass wir uns auch immer mal sehen können.

Euphorisch von diesen Eindrücken bestärkte sich mein Entschluss, viel in diesem Jahr unternehmen zu wollen. Doch leider funktionierte nicht gleich alles so, wie ich das so gerne gehabt hätte.

Die Leute, mit denen ich mich am kommenden Wochenende treffen wollte, sagten dann doch kurzfristig ab und ich stand ohne Pläne etwas frustriert da.

Also verwendete ich meinen gesamten Samstag-Vormittag, um mich der Recherche von sehenswerten Dingen in der Umgebung zu widmen. Ich schrieb mir zahlreiche Dinge auf, die sich interessant anhörten, um sie auch ja nicht zu verpassen. Das gab mir zwar schon ein positiveres Gefühl, doch trotzdem fühlte ich mich, als würde ich meine Zeit hier mit Nichtstun verschwenden.

Eine der Listen mit Ideen

Kurzentschlossen machte ich mich in die Stadt auf, um etwas durch die Straßen zu spazieren und ein paar kleine Dinge zu besorgen. Aus meinem kleinen Spaziergang ergab sich, dass ich mir dann doch Schuhe kaufte, was gar nicht geplant gewesen war. Doch ich bereue es nicht und sehe sie nun wohl als Symbol an, sodass ich hoffentlich in diesen Schuhen noch mehr schöne Seiten der Niederlande entdecken werde.

Am Abend kamen ein paar Arbeitskollegen zu Besuch, sodass wir einen relativ lustigen Abend verbrachten, bei dem man auch ein paar interessanten Hintergrundfakten über gewisse Dinge in der Arche erfuhr 😉

Die Woche darauf begannen die vier Wochen, in denen ich Früh- und Spätschichten übernehmen würde. Ich habe eigentlich meistens nur zugesehen, wenn es um Hilfe leisten beim Duschen, Zähne putzen, etc. ging. Aber spannend ist es auf jeden Fall. Man lernt die Hausbewohner nochmal auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Aber über den Tagesablauf sowie die Hausbewohner werde ich wahrscheinlich nochmal einzeln Blogbeiträge schreiben.

Halloween

Am Donnerstag war dann Halloween. Ich hatte mir schon gefühlt den ganzen Monat Gedanken gemacht, was ich an diesem Tag machen sollte. Also war ich eigentlich relativ erfreut festzustellen, dass ich an diesem Tag frei haben würde. Doch dieser Plan löste sich in Luft auf, denn mein Mitbewohner fragte mich, ob ich mit ihm die Schicht tauschen könnte, sodass er an diesem Tag frei haben würde.

Da ich eh noch nichts richtig festes geplant hatte, hoffte ich einfach darauf, dass in der Arche etwas gemacht werden würde. Aber auf meine Nachfrage erfuhr ich nur, dass an einem Donnerstag nichts spannendes passieren würde. Allerdings würden drei der Bewohner auf eine Halloween-Party in einem Behinderten-Club gehen. Besser als nichts, dachte ich mir, und meldete mich auch zu dieser Party an.

Um wenigstens noch etwas herbstliches Gefühl in dieses Haus zu bringen, nahm ich mir am Vormittag des 31. Oktober vor, einen Kürbis zu schnitzen, der obwohl ich jahrelang keinen Kürbis mehr geschnitzt hatte, erstaunlich gut geworden war.

Leider hatte keiner meiner anderen Mitbewohner Lust darauf gehabt, also habe ich es alleine gemacht. Aber ich glaube, man lernt in diesem Jahr auf jeden Fall sehr, wie es ist, Entscheidungen nicht immer auf anderen Menschen zu basieren, sondern Dinge auch mal alleine zu machen.

Ich kaufte dann auch noch Süßigkeiten und stellte sie in den Flur, um möglicherweise vorbeikommenden Kindern etwas geben zu können. Aber leider scheint Halloween hier wohl nicht so die große Sache zu sein, denn es ist wohl kein einziges Kind vorbeigekommen!

Immerhin mehr Süßes für uns.

Am Abend half ich also noch ein bisschen in der Arche mit, schminkte eine Bewohnerin für die Party und machte mich auf zu der Veranstaltung.

Am Anfang dachte ich echt, dass es wohl sehr langweilig werden würde. Einige waren ganz normal gekleidet, es wurde Kaffee und Tee getrunken und nur zwei Lichterketten erinnerten daran, dass hier eine Halloween-Party stattfinden würde.

halloween

Aber nachdem die Musik aufgelegt worden war, kamen auch immer mehr Leute auf die Tanzfläche und es wurde getanzt. Zwischendurch gab es dann mal ein paar Mandarinen, die gruselig bemalt worden waren, und auch sonst lief die Party ab dann ganz gut.

Gegen 21 Uhr war dann aber auch Schluss und ich fuhr nach Hause, wo ich mir Ghostbusters anschaute – etwas gruselig, aber nicht zu schlimm für jemanden wie mich.

Damit war der Oktober auch schon vorbei und der November begann. Ich habe mir für den folgenden Monat einige Dinge vorgenommen, die ich gemacht haben möchte. Denn das Gefühl, nichts zu tun, hat mich teilweise wirklich fertig gemacht.

Ich möchte nach diesem Jahr nicht nach Hause kommen und sagen müssen, dass ich eigentlich nichts gesehen habe, sondern nur Bücher gelesen oder Serien gesehen habe. Ich möchte somit von diesem Land und ihren Festen und Sehenswürdigkeiten mitnehmen wie möglich.

Mein Motto!

Aber Gott sei Dank fühle ich mich dank meiner langen Recherchen nun etwas motivierter und informierter. Ich habe mir auch schon einige Pläne gemacht, die hoffentlich so aufgehen werden. Ich habe unheimlich viel Motivation dazu gewonnen, meine Pläne zu verfolgen. Und die Erkenntnis dazu gewonnen, dass man auch manchmal Dinge einfach alleine machen kann, anstatt auf andere Menschen zu warten oder zu hoffen.

Ich bin sehr gespannt auf den folgenden Monat. Ihr auch?

all the love, miriam. ❤

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October 2019

The month of October was the first month that I spent completely in the Netherlands. I tried to get used to the country, make friends, improve my sense of orientation and gain experience. That’s why I wanted to do a little review about what were my highlights of this month and how far I could already fulfill my wishes.

I would like to start with my experiences in my project before I come to my private experiences. The last four weeks I have been working in the so-called ‚workshops‘, the day activities of the residents. Our coordinator in the project has organized this. So my ASF volunteer and I always helped during the day, while our other two volunteers took over the early and late shifts.

There are two different types of workshops, either you work in the art studio or in the garden.

In the art studio I unfortunately didn’t do such exciting things in the beginning, so while everyone else was painting or doing handicrafts, I was allowed to take off the washing or empty the dishwasher. Or sometimes sit next to it and watch out that nobody puts a brush in their mouth! But after a while I was finally allowed to paint something. I was happy about that, because some of the Christmas pictures were already painted! I love Christmas and I was very happy to be allowed to draw colouring pictures on this topic. But I was also allowed to paint other things like these bags here, in which the things to be sold are packed. 🙂

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Drawing flowers is so beautiful!

To be honest – at the beginning I was not looking forward to the garden work at all. I was never really interested in working in the garden and ‚getting my hands dirty‘, so to speak. But I thought completely wrong! I really enjoyed cutting the hedge, mowing the grass or cutting flowers with the residents. Because the residents often work very slowly, it didn’t even notice if I wasn’t so fast with my lack of knowledge.

The nice thing about gardening is also that you do not only work in the garden of the ark. The garden would be too small if you worked there every day of the week with about five people, because at some point there is no work to be done anymore. So we also went to a tennis court, a residential area or to a church compound to do some gardening there.

My highlight: Schoonhoven, a small and beautiful town a little bit away from Gouda, where we were allowed to help.

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view from our working space in Schoonhoven

I have always alternated with my fellow volunteer who works where. That was a bit strange at the beginning, because in September we still worked two people in one shift during our two ‚introductory weeks‘ and now all of a sudden I was on my own. What scared me a little at the beginning was practical at the end, so that I didn’t always have to be in this ‚volunteer bubble‘.

The workshops always went from 9 – 16 o’clock on Mondays – Fridays, so that I actually had a very regular working day. The weekends I had actually all free. That surprised me a lot at the beginning, because normally we will only have two free weekends per month.

With this chance of four free weekends I hoped to do a lot of things in October.

The first weekend it actually worked out quite well. My two other volunteers were also off work, so we decided to spend our time together. Then we had the idea to buy canvas and paint that weekend to make the bare wall above the sofa in the living room a bit nicer.

The theme was: Autumn! So we bought lots of autumn colours to suit the season. The other two had rather the plan to let their imagination run wild and experiment with the colours, while I wanted to paint a real autumnal motif. In the end it turned out to be a fun afternoon, which definitely confirmed our decision to paint a suitable picture for every season now.

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Can you guess which one mine is?

The day after I had my first Dutch lesson. Now we get lessons every week on Monday for a couple of months to be able to speak the language fluently. Although we were warned a lot about the teacher and his boring teaching methods, it was by no means as bad as expected. It was just always the same sequence – first listening to a text, then clarifying unknown words, then having the sentences dictated again and correcting them, then answering questions and filling in cloze texts. I don’t know yet how much I got out of it in the end, but while others are writing flashcards to learn vocabulary, I can already communicate quite well.

10.10.-14.10.2019

Then finally came the days I was looking forward to endlessly. My mother, my brother and my friend took the trip from Germany to visit me and bring me some more important things.

On 10/11 was my brother’s birthday. I thought for ages about what to do on his birthday, because I doubt that the 9-year-old would have been very enthusiastic about a visit to a museum. So I asked around with my work colleagues and got a great tip: Jumpsquare Gouda! This is a building where some trampolines are set up and the three of us (my boyfriend, my brother and me) were jumping for an hour and had a lot of fun.

In the evening we had a delicious meal in the pancake house. Practical: there was a little girl who had her birthday exactly on the same day and had a balloon in the shape of a nine with her. Quickly we asked if we could take a picture with it and we had also taken a cute birthday photo!

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visit from Germany!

 

The day after we set off for the Oosterschelde, where we visited the storm surge barrier during a tour. It was made super interesting, but at the same time unfortunately very modest weather. Afterwards we spontaneously drove by the IKEA to get things like a mirror, carpets and pillows.

On Sunday, so unfortunately already the last day, we had a very relaxed day. We went to downies&brownies, a restaurant where people with Down syndrome also work, had breakfast and took a walk through the city. In the evening we did puzzles for quite a while.

Unfortunately they left on Monday, because I had to work again at 9 o’clock. Saying goodbye was not really easy for me, because it was so strange to know that we wouldn’t see each other again for quite a while. But as bad as I felt on that day, I didn’t feel so sad the days after that, but rather positive to use the time as good as possible until our reunion.

The following weekend I met with my mentor. Each of us volunteers is given a mentor by the Ark who can help you with questions and uncertainties and often has been a volunteer a few years ago.

My mentor and I met for a coffee at downies&brownies again, before we went to Arkviering. There we sang and prayed in the church next door. Afterwards we had coffee and cake.

It was a really nice afternoon. It was great to be able to ask questions and get tips. We got along really well and we’ll see each other again in November, which I’m really looking forward to. In the meantime she lives in the Netherlands again, so we can see each other every now and then.

Euphoric by these impressions, my decision to do a lot of things this year was strengthened. But unfortunately not everything worked out as I would have liked it to.

The people I wanted to meet next weekend cancelled at short notice and I was standing there without any plans and a bit frustrated.

So I used my entire Saturday morning to devote myself to researching things worth seeing in the area. I wrote down a lot of things that sounded interesting so I wouldn’t miss them. This gave me a more positive feeling, but still I felt like I was wasting my time here doing nothing.

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One of my lists with ideas

I decided to go into town to take a walk through the streets and get a few small things. From my little walk it turned out that I bought shoes after all, which had not been planned at all. But I don’t regret it and now I probably see them as a symbol, so I hope to discover more beautiful sides of the Netherlands in these shoes.

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In the evening some work colleagues came to visit us, so we spent a relatively funny evening, where we also learned some interesting background facts about certain things in the Ark 😉

The following week began the four weeks in which I would work early and late shifts. Actually I mostly just watched when it came to helping with showering, brushing my teeth, etc. But it is definitely exciting. You get to know the inhabitants of the house again in a completely different way. But about the daily routine as well as the house inhabitants I will probably write blog posts again.

Halloween

Thursday was Halloween. I had been thinking about what to do on that day for the whole month. So I was actually quite happy to find out that I would have that day off. But this plan vanished into thin air because my roommate asked me if I could switch shifts with him so that he would have that day off.

Since I hadn’t planned anything really firm anyway, I just hoped that something would be done in the ark. But on my inquiry I only found out that nothing exciting would happen on a Thursday. However, three of the residents would go to a Halloween party at a club for the disabled. Better than nothing, I thought, and I signed up for that party, too.

In order to bring at least some autumnal feeling into this house, I decided in the morning of October 31st to carve a pumpkin which, although I hadn’t carved a pumpkin for years, had become amazingly good.

None of my other roommates had been in the mood for it, so I did it on my own. But I think you learn a lot this year what it’s like to not always base decisions on other people but to do things on your own.

I bought some sweets and put them in the hallway to give something to any children who might come by. But unfortunately Halloween doesn’t seem to be the big deal here, because probably not a single child has passed by!

After all, more candy for us.

So in the evening I helped a little bit in the Ark, made up a resident for the party and went to the event.

At the beginning I really thought that it would be very boring. Some were dressed normally, there was coffee and tea and only two fairy lights reminded me that there would be a Halloween party here.

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But after the music had been played, more and more people came on the dance floor and there was dancing. In between there were a few tangerines, which were painted creepy, and the party went pretty good.

Around 9 pm it was over and I drove home to watch Ghostbusters – a bit scary, but not too bad for someone like me.

So October was already over and November began. For the following month I have planned some things I want to do. Because the feeling of doing nothing really got me down in part.

I don’t want to have to come home after this year and have to say that I didn’t really see anything, I just read books or watched series. So I want to take away from this country and its festivals and sights as much as possible.

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my motto!

But thanks to my long research I feel more motivated and informed now. I have also made some plans which hopefully will work out. I have gained a lot of motivation to pursue my plans. And I have come to the realization that sometimes you can do things on your own instead of waiting or hoping for other people.

I am very excited about the following month. You too?

all the love, miriam. ❤

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