25-jähriges Jubiläum am 25.09.19

Als ich im Juni bereits mein Projekt mit meinem Freund besucht habe, war mein Abiball gerade einmal eine Woche her. Ich erzählte von meinem schicken langen Kleid und wie ich ausgesehen hatte. Dort schlug man mir vor, ich solle das Kleid im September doch mitbringen, da dort das 25-jährige Jubiläum der Arche stattfinden würde. Und dort würde der Dresscode chic anstehen!

Doch leider war mein Abiballkleid zu groß für meinen Koffer, sodass ich mein Jugendweihekleid mitnahm. Das sah nämlich immer noch gut aus und passte auch (wenn ich nicht zu tief einatmen wollte).

Doch bevor ich mich richtig schick für die Feier machen konnte, hatte ich erstmal die Aufgabe, mich gemeinsam mit meinem Mitfreiwilligen den restlichen Aufgaben zur Vorbereitung zu widmen.

Während wir Speisekarten auf die Tische legten, konnten wir die wunderschöne Dekoration in diesem Raum betrachten. Dass diese Feier für sechs Monate geplant worden war, konnte man eindeutig erkennen. Ich war zwar noch nie auf einer Hochzeit gewesen, dieser Raum erinnerte mich aber stark daran.

Des Weiteren bekamen wir eine Aufgabe, die sich anfangs sehr spaßig anhörte, im Endeffekt aber sehr lange gedauert hat: Goodiebags befüllen! Für diejenigen, die nicht wissen, was eine Goodiebag ist: das ist eine Tasche, die mit kleinen Dingen gefüllt sind, über die sich die Gäste freuen sollen. Das ist vergleichbar mit den Geschenktüten, die man nach Kindergeburtstagen geschenkt bekommen hat. Bloß, dass hier die Beutel mit Werbegeschenken der Sponsoren für die Arche bestückt waren.

Nun gut, die Goodiebags waren zwar zum großen Teil schon befüllt, aber trotzdem mussten wir in alle circa 150 Tüten noch einen weiteren Flyer hinzugeben. Für die huisgenoten (also die Bewohner der Arche) wurde um die Henkel noch eine Schleife aus Geschenkband gebunden. Da nicht nur die Goudaer Bewohner der Arche da waren, sondern auch aus anderen Archen wie zum Beispiel Haarlem in der Niederlande oder aus Belgien, lernten wir, unseren Schleifenbindekunst zu perfektionieren.

Geschenke aus der Goodiebag

Aber an sich ging der Vormittag schnell herum. Wir breiteten einen roten Teppich auf, pusteten Luftballons auf und gönnten uns immer mal wieder eine Tee- oder Kaffepause.

Am Ende hatten wir nicht mehr viel zu tun, sodass eine der Organisatiorinnen sich im Bad die Haare zu Locken drehte. Ich hatte meine Locken zwar schon am Abend gemacht, aber diese sahen schon nicht mehr so schön aus, also ließ ich mir meine auch noch einmal von ihr erneuern. Man merkte, dass sie sich darüber freute. Schließlich hat sie zwei Söhne und hat deswegen niemanden, dem sie die Haare schön machen kann.

Um 17 Uhr ging es dann auch schon los! Ich hatte mich etwas in Schale geschmissen, um dem Dresscode gerecht zu werden. Aber auch viele der Bewohner der Arche sahen sehr hübsch aus, hatten glitzernde Kleider an, die Haare schön gemacht und die Fingernägel lackiert. Ich glaube, alle freuten sich sehr auf diesen besonderen Anlass.

Der Abend begann mit einer kurzen Ansprache und einem kleinen Gebet. Außerdem wird vor dem Essen in der Arche immer ein Lied gesungen, welches dann der ganze Saal aus voller Kehle sang.

Danach gab es dann unser Essen. Da ich ja bei den Vorbereitungen geholfen hatte, wusste ich, was es zu Essen geben würde und hatte mich nun schon noch umso mehr darauf gefreut.

Käsesuppe – Hühnchen mit Gemüse, Salat und Pommes bzw. Kartoffeln – Mousse au Vanille und Brownie

Zwischendurch erwartete uns immer wieder Programm. Es wurden einige Reden gehalten, bei denen ich leider nicht mehr wiedergeben kann, was gesagt wurde. Denn, wie man erwarten kann, waren diese alle auf niederländisch. Zwischendurch konnte man sich zwar einiges erschließen, aber nach einer Woche in der Niederlande konnte ich leider noch nicht alles perfekt verstehen.

Aber es gab auch einige Dinge, die einfach nur schön und überall zu verstehen waren: zum Einen gab es eine Dame, die zwischendurch immer wieder Lieder sang. Einige der Bewohner der Arche mögen Musik sehr, standen also auf der Bewohner und wippten zum Takt der Musik.

Ein weiteres Highlight war, dass die Hausbewohner Bilder gemalt hatten, welche zum Verkauf angeboten wurden. Es war total erfreulich zu sehen, wie glücklich sie waren, auf der Bühne zu stehen und ihre Kunstwerke dem Publikum präsentieren zu können. Wir als Zuschauer machten dann natürlich auch bei jedem Bild ‚ahhh‘ und ‚ohhh‘ und klatschten, um sie für ihre künstlerischen Fähigkeiten zu loben.

Am Ende wurde auch jedes der Bilder verkauft. Die Arche hat somit ganze 1500€ einnehmen können!

Und auch einer der Bewohner hatte seinen ganz eigenen besonderen Auftritt: er hatte ein Gedicht über die Arche geschrieben, welches er dem Publikum vortrug. Man konnte den Text auch auf den Karten am Tisch mitlesen. Ich finde, dieses Gedicht fasst es gut zusammen, wie es ist, in der Arche zu arbeiten und zu wohnen.

Zusammen arbeiten / Zusammen Musik machen. Zusammen 25 Jahre / Zusammen wohnen / Zusammen im Garten arbeiten / Zusammen eine Gemeinschaft sein. Wenn du zusammen bist / fühlst du dich nicht allein. Die Arche ist / dass wir alle zusammen dankbar / für die Arche sind.

Am Ende des Abends gab es noch eine Disko. Es war total lustig, mit allen gemeinsam zu tanzen, eine Polonese zu machen oder die Liedtexte mitzusingen. Dabei ging es auch nicht darum, ob man seinen Gegenüber kannte, sondern einfach um das Miteinander.

Meiner Meinung nach war die Feier total gelungen. Das Essen war lecker, die Gespräche zwischendurch am Tisch waren sehr interessant und breit gefächert und jeder schien offen für alle zu sein. Es war schön, auch den Bewohnern die Möglichkeit zu geben, selbst auf der Bühne stehen zu können.

Und natürlich war es für mich als ‚Modepüppchen‘ auch ganz schön, sich schick anziehen zu können 😉

Hier bin ich in wundervoller Qualität 🙂

Irgendwer meinte auch, dass diese Feier die Arche sehr gut repräsentiert. Da mir die Feier so gut gefallen hat, macht mich das nur noch gespannter auf die folgenden elf Monate.

Abschließend möchte ich Alan Kay zitieren: „Die Zukunft kann man am Besten voraussagen, wenn man sie selbst gestaltet.“

all the love, miriam. ❤

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The 25th anniversary at the 25th of september

When I already visited my project with my boyfriend in june, my prom was just one week ago. I told them about my nice long dress and how I looked. There they suggested that I should bring the dress in september, as it would be the 25th anniversary of the Ark. And there the dress code would be chic!

But unfortunately my prom dress was to big for my suitcase, so I took another dress that I wore when I was 14 years old. It still looked good and fit (if I did not want to breathe too deeply).

But before I could dress up properly for the celebration, I had the task of taking care of the remaining tasks for preparation together with my other volunteer.

While we were putting menus on the tables, we could see the beautiful decoration in this room. That this celebration had been planned for six months could be clearly seen. I had never been to a wedding before, but this room reminded me really of it.

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Furthermore we got a task which sounded very funny at the beginning, but in the end it took very long: fill in the goodie bags! For those who do not know what a goodie bag is: it is a bag filled with small things that guests should be happy about. This is comparable to the gift bags that were given to you after children’s birthdays. Except that there the bags were filled with promotional gifts from sponsors for the Ark.

Well, the goodie bags were already filled for the most part, but nevertheless we had to add another flyer in all about 150 bags. For the huisgenoten (the habitants of the Ark) a ribbon bow was tied around the handles. Since not only the Gouda inhabitants of the Ark were there, but also from other Arks such as Haarlem in the Netherlands or Belgium, we learned to perfect our bow tying skills.

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presents from the goodie bag

But in itself, the morning went by fast. We laid out a red carpet, blew up balloons and had a tea or coffee break every now and then.

In the end we didn’t have much to do, so that one of the organizers turned her hair into curls in the bathroom. I had already done my curls in the evening, but they didn’t look that nice anymore, so I had mine renewed by her. You could tell that she was happy about it. After all she has two sons and therefore has no one to make her hair beautiful.

At 5 pm we started already! I had dressed up a bit to math the dress code. But also many of the huisgenoten looked very pretty, had glittering clothes on, their hair done nicely and their fingernails painted. I think everyone was really looking forward to this special occasion.

The evening began with a short speech and a little prayer. In addition, there is always a song sung before the meal in the Ark, which the whole hall sang at the top of its voice.

Then we had our dinner. Since I had helped with the preparations, I knew what there would be to eat and was looking forward to it even more.

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cheese soup / meat with vegetables / mousse au vanille with brownie

In the meantime, there was always a program waiting for us. Some speeches were held, but unfortunately I can not repeat what was said. Because, as you can expect, they were all in Dutch. In between you could open up a lot of things, but after a week in the Netherlands I could unfortunately not understand everything perfectly.

But there were also some things that were just beautiful and understandable everywhere: on the one hand there was a lady who sang songs in between. Some of the inhabitants of the ark liked music very much, so they stood on the inhabitant and bobbed to the beat of the music.

Another highlight was that the inhabitants of the house had painted pictures which were offered for sale. It was totally gratifying to see how happy they were to be on stage and to be able to present their artwork to the audience. As spectators we of course made ‚ahhh‘ and ‚ohhhh‘ with every painting and clapped our hands to praise them for their artistic abilities.

In the end each of the paintings was sold. So the ark was able to earn 1500€!

And also one of the residents had his very own special appearance: he had written a poem about the ark, which he recited to the audience. You could also read the text on the cards at the table. I think this poem sums up well what it’s like to work and live in the Ark.

 

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work together / make music together. together for 25 years / live together / work together in the garten / be a community. when you are together / you do not feel alone. throw parties together. / the ark is / that we are all together / thankful / for the Ark.

At the end of the evening there was a disco. It was totally funny to dance together with everybody, to do a polonaise or to sing along the lyrics. It wasn’t about whether you knew your counterpart, but simply about being together.

In my opinion the celebration was totally successful. The food was delicious, the conversations in between at the table were very interesting and varied and everybody seemed to be open for everybody. It was nice to give the residents the opportunity to be on stage themselves.

And of course it was also quite nice for me as a ‚fashion doll‘ to be able to dress up nicely 😉

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Here am I in wonderful quality 😉

Someone also said that this celebration represents the ark very well. Since I enjoyed the celebration so much, it just makes me more excited about the next eleven months.

Finally, I would like to quote Alan Kay: „The best way to predict the future is to shape it yourself.“

all the love, miriam. ❤

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