Die ersten zwei Wochen meines Auslandsjahres

3 – 2 – 1: los!

Am 2. September begann endlich mein Auslandsjahr-Abenteuer. Worauf ich solange hingefiebert hatte, fing nun an.

Ich war furchtbar aufgeregt, aber auch gleichzeitig befiel mich immer wieder der Gedanke, dass ich meine Familie und meine Freunde sehr stark vermissen würde. Ich befand mich im Wechselbad der Gefühle: einerseits wollte ich nun sehr gerne das Jahr beginnen, andererseits hatte ich total Angst vor dem Abschied.

Doch zuerst hatte ich noch eine Woche Vorbereitungsseminar in Deutschland. Das fand in Deutschland in der Nähe von Berlin, besser gesagt in Hirschluch, statt. Dort waren fast alle Teilnehmer von ASF, ausgenommen derjenigen, die ihr Freiwilligenjahr in Polen und Großbritannien verbringen würden. Also waren wir insgesamt circa 135 Freiwillige.

Hirschluch bei Storkow auf der Deutschlandkarte

Zum Abschied kam überraschenderweise noch mein Vater, sodass ich wirklich meine ganze Familie sowie meinen Freund, also die wichtigsten Menschen, bei mir hatte. Es war nicht leicht, aber gut, dass alle mich noch bis nach Hirschluch begleitet hatten.

Montag, den 2. September

Am ersten Abend lernte ich alle Menschen aus meiner Ländergruppe kennen. Wir sind zu 17., der Großteil davon ist in Projekten in Amsterdam. Dort habe ich dann auch meinen Mitfreiwilligen kennengelernt. Jedoch brauchte ich echt noch einige Tage, um mir genau merken zu können, wer zu meiner Ländergruppe gehörte und wer wie hieß.

Bei diesem Treffen bekamen wir auch die Aufgabe, am letzten Abend vor der Ausreise als Ländergruppe einen kleinen Auftritt als Ländergruppe zu organisieren.

Des Weiteren sollten wir einen Namen eines Teilnehmers aus einem großen Beutel ziehen. Wir hatten die Aufgabe, diesem Menschen eine kleine Freude zu bereiten. Das Ganze nannte sich einen „geheimen Freund“ haben.

Dienstag, 3. September – Tag des Kennenlernens

Wir wurden in Kerngruppen eingeteilt. Das hieß, dass wir auf diesem Seminar nichts in unserer Ländergruppe machen würden, sondern in einer Gruppe von Menschen, die der gleichen oder einer ähnlichen Tätigkeiten wie wir nachgehen würden. Also bei mir war der Projektbereich folglich die Arbeit mit behinderten Menschen. In diesen Gruppen würden wir die nächsten Tage immer wieder zusammenarbeiten.

Mittwoch, 4. September – Tag der Projektbereiche

Wir hatten die Qual der Wahl, zwischen verschiedenen TAB’s, also Thematischen Arbeits-Bausteinen, zu wählen. Es gab super viel Auswahl und war demzufolge sehr schwierig, sich nur für zwei davon zu entscheiden. Obwohl ich lange überlegt habe, entschied ich mich im Endeffekt für den TAB ‚Obdachlosigkeit und Sucht‘ und ‚Erklärungsansätze der Tätermotive in der NS-Zeit‘. Beides war sehr interessant.

Für diejenigen, die sich für die Erklärungsansätze interessieren, kann ich auf jeden Fall den Film ‚Das radikal Böse‘ empfehlen. Wir haben die Hälfte des Filmes geschaut. Dort wird aus Briefen und Tagebüchern der Täter vorgelesen sowie sozialpsychologische Experimente vorgestellt, die versuchen, die Tätermotive zu erklären. Da ich mir diese Frage schon während meines Auschwitz-Besuches gestellt hatte, war dieser Film auch für mich noch einmal sehr lehrreich.

Donnerstag, 5. September – Tag der NS-Geschichte

Wir mussten uns erneut entscheiden. Dazu sind wir nach Berlin gefahren. Ich entschied mich für das Deutsche Widerstandsmuseum mit dem Workshop ‚Frauen im Widerstand‘.

In diesem Workshop lernten wir erstmal etwas im Generellen über den Widerstand in Deutschland während des Nationalsozialismus. Dort lernten wir auch noch einmal etwas über Lothar Kreyssig, den Gründer von ASF, der 1940 den Anstaltsleitungen als Vormundschaftsrichter untersagte, die ihm anvertrauten Menschen auszuliefern und Anzeige wegen Mordes erstattete.

Lothar Kreyssig

Danach befassten wir uns eingehender mit den Biographien von einigen Frauen. Ich lernte etwas über Liselotte Hermann kennen, die trotz kleinem Kind und nicht unterstützender Eltern ihr kommunistisches Ideal verfolgte und deswegen mit 29 Jahren 1938 sterben musste.

Freitag, 6. September – Tag der Kreativität

Während alle kochten oder sangen, beschloss ich, noch mehr Wissen über den Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit sammeln zu wollen und wählte den Workshop ‚1945 – Aufarbeitung oder Schlussstrich?‘

Dieser Workshop war super interessant. Wir beschäftigten uns mit einer Rede von Richard von Weizsäcker, sahen den Ausschnitt eines Filmes und sprachen noch einmal einige wichtige Eckdaten nach 1945 an. Obwohl man es schon teilweise in der Schule behandelt hatte, war es doch immer wieder erschreckend, wie wenig im Endeffekt doch zur Entnazifizierung getan wurde beziehungsweise wie viel geduldet wurde.

Es wurde viel diskutiert, aber es war doch etwas anstrengend, dieses Thema jeden Tag zu behandeln. Vielleicht hätte mir an diesem Tag doch etwas mehr Entspannung gut getan.

Samstag, 7. September – Tag der ASF-Geschichte und -Gegenwart

Es ging voll und ganz um unsere Organisation, sprich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste. Erst ging es um die Vergangenheit, damit wir über die Anfänge der Organisation sowie über einige wichtige Personen lernen konnten.

Des Weiteren befassten wir uns mit den Logos, die Aktion Sühnezeichen über die Zeit gehabt hatte und wie sie die damalige Situation widerspiegelten.

Kurze Randinfo: Aktion Sühnezeichen engagiert sich schon nun seit etwas über 60 Jahren. Das erste Land war übrigens die Niederlande!

Danach folgte ein Vortrag einer ASF-Mitarbeiterin, welche uns über die aktuellen Projekte von ASF aufklärte. Schließlich organisiert die Organisation nicht nur die Möglichkeit, ein Jahr ins Ausland zu gehen, sondern auch Sommerlager, kurz-/mittelfristige Freiwilligendienste, Workshops und Seminare, wirkt bei Demonstrationen mit, …

Kurze Werbepause

Wer nun auch an einem Engagement mit Aktion Sühnezeichen Friedensdienste interessiert ist, der darf gerne auch mal auf der Internetseite von ASF vorbeischauen. Für wen auch ein langfristiger Freiwilligendienst in Frage käme, der darf sich bis zum 1.11. bewerben. Bei Fragen kann man sich natürlich auch an mich wenden.

Schließlich gibt es ja die folgenden Länder zur Auswahl:

  • USA
  • Israel
  • Norwegen
  • Frankreich
  • Belgien
  • Niederlande
  • Polen
  • Tschechien
  • Russland
  • Ukraine
  • Weißrussland
  • Großbritannien

und folgende Projektbereiche:

  • Arbeit mit alten Menschen
  • Arbeit mit behinderten Menschen
  • Arbeit mit sozial benachteiligten Menschen
  • Historische Bildung
  • Politische Bildung

https://www.asf-ev.de/de/de/

ASF!

Nun gut, zurück zum Vorbereitungsseminar.

Sonntag, 8. September – Tag der Religionen

Wir fuhren erneut nach Berlin. Je vier Leute fuhren in eine Gemeinde, um bei einem Gottesdienst dabei zu sein und möglicherweise noch Paten zu finden. Ich war in dem Stadtteil Lichterfelde, ein Ortsteil mit großen Alleen und Villen. Ich bin zwar überhaupt nicht religiös, aber an sich wurden wir wirklich sehr freundlich empfangen und bei Kaffee und Kuchen später noch einmal von den Besuchern über unsere Projektorte und Intentionen ausgefragt.

Danach hatten wir Freizeit. Wir hätten nach Belieben auch eine Stadtführung mitmachen können. Ich habe mich aber lieber mit meiner Mutter getroffen und die Zeit mit ihr in der Einkaufspassage ‚Das Schloss‘ verbracht. Es war sehr schön, mit ihr nochmal durch die Läden zu schlendern und Zeit zu verbringen.

Im Schloss vor einer Fotowand

Montag, 9. September – Tag des Abschieds

Wir verabschiedeten uns von unserer Kerngruppe, machten ein Gruppenfoto und hatten abends die Aufführungen der Ländergruppen. Schließlich hatten wir die Aufgabe bekommen, als Ländergruppe eine Aufführung zu inszenieren. Wir machten ein Quiz, was lustig, aber nicht ganz einfach war. Oder weiß von meinen Lesern jemand aus dem Kopf, wie viele Brücken Amsterdam hat oder was die Tradition bei einem Schulabschluss in der Niederlande ist?

Abends gab es noch eine Abschlussparty, die echt schön war, um mit vielen Leuten nochmal Zeit verbringen zu können.

Des Weiteren bekam ich an diesem Tag das Geschenk meiner geheimen Freundin, bei der ich immer noch nicht weiß, wer sie ist. Aber falls du das liest: ich habe mich sehr gefreut 🙂

Mein Geschenk – Postkarten!

Dienstag, 10. September – Tag der Ausreise

Dann ging es endlich final in unsere Länder. Am Bahnhof traf ich noch meinen Freund, sodass ich mit ihm die halbe Stunde Umsteigezeit in Berlin verbringen durfte, bevor wir für eine ganze Zeit lang getrennt sein würden. Des Weiteren brachte er mir einen Koffer mit, sodass ich mit zwei schweren Koffern durch den Zug zuckeln musste.

Orientierungstage in Amsterdam

In Amsterdam konnten die Menschen, die auch später in Amsterdam wohnen würden, bereits in ihre Zimmer, während wir in der Deutschen Seemannsmission schlafen konnten. Das ist eine total süße Pension direkt an einer Gracht mit schöner Aussicht und guten Preisen. 5/5 Sternen 😉

Unsere Aussicht

Mittwoch, 11. September

Wir beschäftigten uns mit der Niederlande an sich und einigen Stereotypen, um etwas über dieses Land zu erfahren, in dem wir für ein Jahr leben würden.

Donnerstag, 12. September

Schon ein paar Wochen vor Beginn des Jahres hatten wir die Aufgabe erhalten, in unserem Bekannten- und Verwandtenkreis zu forschen, welche Erinnerungen es an die Zeit des Nationalsozialismus gab. Es war sehr interessant, seine Erkenntnisse auszutauschen. Leider hatte ich nur einige wenige Dinge über die Zeit zwischen ’39 und ’45 aus erster Hand in Erfahrung bringen können, da meine Großeltern alle noch kleine Kinder während des Zweiten Weltkrieges waren.

Freitag, 13. September

Wir bekamen eine Führung durch das Jüdische Viertel in Amsterdam. Mein persönliches Highlight danach war, eine Zeitzeugin hören zu dürfen. Diese Dame war 1942 geboren und hatte als einziger Mensch ihrer Familie überleben können, da sie getarnt in einer anderen Familie leben konnte. Es war spannend zu erfahren, wie sie mit dieser Erkenntnis aufgewachsen war. Sie erzählte uns, dass sie sehr Angst gehabt hatte, genauso wie ihre Familie fortgeschickt zu werden, weshalb sie versuchte, immer die perfekte Tochter zu sein, während sie das immer unglücklicher machte.

Samstag, 14. September

Wir besprachen noch einige organisatorische Dinge und fuhren schließlich an den Strand nach Haarlem, eine Kleinstadt nicht weit entfernt von Amsterdam. Dort spielten wir dann das Spiel Werwolf und aßen Pommes – also ein sehr gelungener Abend.

Der Sonnenuntergang am Strand von Haarlem

Sonntag, 15. September

Ich freute mich sehr, denn da hatten wir frei. Ein paar Andere und ich schlossen sich zusammen und verbrachten den Tag ganz entspannt im Vondelpark, wo wir Karten spielten und picknickten.

Montag, den 16. September – Mittwoch den 18. September

Die nächsten zweieinhalb Tage hatten wir einen Sprachkurs im Goethe-Institut. Dort lernten wir im Schnelldurchlauf einige wichtige Dinge, wie die Buchstaben oder wie man die Uhr liest.

Das Goethe-Institut

Am Mittwoch, den 18. September, ging es dann wieder an die Verabschiedung. Ich war total gespannt auf Gouda und endlich mein eigenes Zimmer, war aber auch echt traurig, alle anderen nicht mehr so oft sehen zu können, da ich mich echt mit richtig vielen sehr gut verstanden habe.

Da mein Blog GoudaDIARY heißt, möchte ich aber auch komplett ehrlich sein: während der Woche in Amsterdam hatte ich vermehrt Sorgen, ob mir das Projekt überhaupt zusagen würde. Ich habe mich in den letzten Monaten verändert und war nicht mehr sicher, ob mein angegebener Wunsch, mit behinderten Menschen zu arbeiten, noch voll so zu traf. Ich hatte Angst vor der Stadt, die so viel kleiner als Amsterdam sein würde. Ich hatte Angst davor, dass ich einsam sein würde. Ich hatte Angst davor, am Ende zu bereuen, kein Projekt gehabt zu haben, dass mit dem Ziel der Organisation, also Versöhnung in den von Terror geschundenen Ländern zu schaffen, komplett übereinstimmte. Also muss ich auch zugeben, dass ich mit einem etwas mulmigen Gefühl in den Zug nach Gouda stieg.

Gouda

Mein Mitfreiwilliger und ich kamen dann in Gouda mit unserem schweren Gepäck an. Und dort – warteten wir erstmal eine ganze Weile. Als wir dann anriefen, kam heraus, dass davon ausgegangen wurde, dass wir erst einen Tag später ankommen würden. Das war in dem Moment ärgerlich, aber im Endeffekt eigentlich ganz lustig.

Und dann angekommen: bekamen wir mal wieder Programm. Im September würde es noch relativ entspannt zugehen, bis wir im Oktober dann richtig anfangen würden zu arbeiten.

Am Donnerstag gingen wir erstmal einkaufen: mein Mitfreiwilliger, ich und die zwei Anderen, die von einer anderen Organisation aus auch in der Arche arbeiten würden. Wir deckten uns ein mit den wichtigsten Dingen, die wir für die ersten Tage brauchen würden. Gott sei Dank ist der Supermarkt nicht weit weg, sodass wir innerhalb von 10 Minuten zu Fuß da sind.

Danach gingen wir in der Stadt Kaffee trinken und Kuchen essen. Mein Kuchenstück war riesig und sehr süß, aber auch sehr lecker.

Schön war, dass wir danach Freizeit hatten, sodass ich in der Einkaufsstraße nach ein paar Dingen suchte, womit ich gern mein Zimmer dekorieren würde. Ich mag mein Zimmer, aber im Moment wirkt es noch sehr steril und noch nicht richtig gemütlich. Und da ich eh ein Fan von Lichterketten, Kerzen und Teppichen bin, wird das Zimmer während des Jahres bestimmt immer wohnlicher werden und nach mir aussehen.

Wer interessiert an einer Wohnungs-/Roomtour ist, darf mir auch gern sein Interesse mitteilen 🙂

Grundriss des ‚Hofstee‘

Freitag waren wir dann gemeinsam mit den Bewohnern der Arche schwimmen, da dies eine Routine für jeden Freitagmorgen ist. Dort wurden wir wortwörtlich ins kalte Wasser geschmissen. Das war wahrscheinlich der mir unangenehmste Moment bis jetzt. Ich war irgendwie überrascht, dass wir uns alle in einem Raum umzogen, was man hätte erwarten können, ich aber seit der Grundschule nicht mehr getan hatte. Es war nicht schlimm, aber am Anfang für mich persönlich schon etwas seltsam. Des Weiteren wusste ich noch gar nicht, wie ich mit manchen Dingen umgehen sollte, zum Beispiel wenn manche der Bewohner sehr starken Körperkontakt suchten. Aber ich denke, dass man sich daran schnell gewöhnen wird.

Am Samstag hatte ich meinen ersten richtigen Arbeitstag von 14 – 20 Uhr. Es war relativ entspannt, da Wochenende war und somit die Bewohner nicht gearbeitet haben. Ich habe also Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt, Paprika geschnitten, Fernsehen geschaut und bin mit auf den Spielplatz gegangen.

Ich kann mich bis jetzt also nicht beschweren, obwohl ich mir ja echt viele Sorgen gemacht habe. Bis jetzt ist noch keine dieser Ängste eingetreten.

Man kann nie sagen, was die Zeit bringt, aber ich versuche mir auf jeden Fall die positive Einstellung beizubehalten.

all the love, miriam. ❤

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The first two weeks of my year abroad

3 – 2 – 1: here we go!

On the 2nd of september my year obroad finally started. I was so excited that it would now happen.

I was so happy, but at the same time also worried that I would miss my family and friends very much. On the one hand I really wanted to start my year, on the other hand I was really scared to say goodbye.

But first I still had a week preparation seminar in Germany. It was near Berlin, in a town called Hirschluch. There were almost all participants from ARSP except the volunteers who would later work in Poland or Great Britain. We were circa 135 volunteers.

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Hirschluch near Storkow at the map of Germany

For my surprise even my father came to say goodbye, to have the last moment with my most important humans, my family and my boyfriend. It was not easy, but calming, that they all brought me to Hirschluch.

Monday, the 2nd of september

On the first evening I got to know the other volunteers who will also be in the Netherlands. We are 17, many of them are working in projects in Amsterdam. I also got to know the other volunteer in my project, De Ark. But I have to admit that I really needed a few days to remember who was a part of the Netherlands group and what their names were.

At this meeting we also got the task to organise a little show for the last evening before going to our countries.

Adding, we were told to get a name of one of the participants on a piece of paper out of a big bag. We were given the task to give this person some kind of pleasure. It was called being someone‘s „secret friend“.

Thuesday, the 3rd of september – the day of getting to know each other

We were sorted into groups based on our sort of volunteering. That means, that we would only work in this goup of people that will also work in the same or similiar fields of work and not in our group of Netherlands volunteers. So my group was about working with disabled people.

Wednesday, the 4th of september – the day of the project fields

We had to choose between a lot of different thematic workshops. It was really hard to choose for only two of them. Although thinking about it a lot, I chose ‚homelessness and addiction‘ and ‚approaches of explaining the motives of the offenders in times of the nationalsocialism‘. Both was very interesting.

For those of you being interested in the approaches of explaining, can I recommend the film ‚Radical evil‘. We watched the first half of the film. In the film are letters and diaries from the offenders read and also shown some social psychological experiments that try to explain the motives. This film was really informative for me, because I already asked myself these questions during my visit in Auschwitz.

Thursday, the 5th of september – the day of the nationalsocialism history

We had to decide again. We drove to Berlin, where I wanted to go to the German resistance museum with the workshop ‚woman in the resistance‘.

We started with learning general facts about the resistance during the nationalsocialism in Germany. We also heard about Lothar Kreyssig again, who founded ARSP. In 1940, as a guardian judge, he prohibited the institution‘s management from delivering the people he knew and filed a complaint about murder.

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Lothar Kreyssig

After that we switched to reading some biographies of female resistants. I learned something about Liselotte Hermann, who had a child and parents that did not support her, but still followed her communistic ideal and had to die because of it in 1938 in the age of 29.

Friday, the 6th of september – the day of the creativity

While everyone cooked or sang, I thought, that I still wanted to know more about the nationalsocialism or the time after the war and chose the workshop ‚1945 – reappraisal or finished line?‘

This workshop was really interesting. We talked about a speech from Richard von Weizsäcker, sah a part from a movie and thought about some important dates after 1945. Although we learned these things in school, it was again shocking, how little things were done to educate the people and how many things were still accepted.

We discussed a lit, but it was a little bit exhausting to talk about this topic every day. Maybe I could have used a little bit more relaxation instead of that.

Saturday, the 7th of september – the day of the ARSP history and present

This day was completely about our organisation, called Action Reconciliation Service for Peace. We started with the history, about how it was founded and what persons were important.

Adding, we talked about the logos, that ARSP had over the time and how they represent the time in which they were used.

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ARSP!

Random information: ARSP is engaged for over 60 years now. The first country were volunteers worked were the Netherlands!

After that we listened to a presentation from a ARSP employee, who told us about the current projects. Because actually the organisation is not only organising these year abroads, but also summer camps, shorter volunteering possabilities, workshops and seminars, is taking part in demonstrations, …

Short pause for ads

And who is now also interested in taking part in an engagement with ARSP, is invited to check out the website from ARSP. And who could also imagine a longer volunteering service like I am doing, can send the application till the 1st of november. With questions you could also ask me.

The following countries are taking part in the program:

  • USA
  • Israel
  • Norway
  • France
  • Belgium
  • Netherlands
  • Poland
  • Czech Republik
  • Russia
  • Ukraine
  • Belarus
  • Great Britain

and following project fields:

  • working with elderly people
  • working with disabled people
  • working with socially disadvantaged people
  • historical education
  • political education

Now back to our preparation seminar.

Sunday, the 8th of september – day of the religion

We went again to Berlin. Each community that wanted us got four volunteers to take part in the church and maybe find some sponsors. I was in the part of Berlin called Lichterfelde, a part with big streets and houses. I am not religious at all, but we were received very friendly and later asked about our countries and intentions by the visitors while drinking coffee and eating cake.

After that we were free. If we wanted we could have taken part in a city guidance, but I rather wanted to meet up with my mother and spend time with her in the mall called ‚Das Schloss‘ (= the castle). It was really nice to go shopping with here and spending quality time with her.

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In ‚Das Schloss‘ in front of a photo wall

Monday, the 9th of september – the day of saying goodbye

We said goodbye from our group with which we were sharing the working field of disabled people. We took a group picture and had in the evening the performances of each group from a country. We made a quiz, which was funny, but also not very easy. Or do you know how many bridges Amsterdam has or what the tradition at the graduation is?

In the evening we had a finale party, which was really nice to spend time with a lot of people for the last time.

Adding, I got the present from my secret friend, but I still do not know who she is. If you are reading this: I am really happy about it 🙂

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My present – post cards!

Thuesday, the 10th of september – the day of travelling to our countries

After that we finally got to our countries. On the station I met my boyfriend, so I could spend half an hour with him in Berlin before leaving for the next train and before not seeing each other for a long time. He also brought me my other suitcase, so that I had to take care of two heavy suitcases in the train.

Orientation days in Amsterdam

The volunteers who would also work and live in Amsterdam later could already get in their rooms, while we others stayed in the „Deutsche Seemannsmission“. It is a really sweet pension next to a gracht with a beautiful view and fair prices. 5 out of 5 stars 😉

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Our view

Wednesday, the 11th of september

We talked about the dutch stereotypes to know more about this country, in which we would live in for a year.

Thursday, the 12th of september

A few weeks before the start of this year we got the task to do research about our family and friends during the second world war. It was really interesting to talk about our results. Unfortunately I could not tell many things about the time between 1939 and 1945, because my grandparents were still children during this time.

Friday, the 13th of september

We were guided through the jewish quarter in Amsterdam. My personal highlight was the meeting with a holocaust survivor after that. She was born in 1942 and survived as the only one from her family, because she lived secretly in another family. It was really interesting to hear how it affected her to grow up with this knowledge. She told us how feared she was to also be sent away. That is the reason why she always tried to be the perfect daughter, while she got more and more unhappy.

Saturday, the 14th of september

After talking about some organisational things we drove to the beach in Haarlem, a town near Amsterdam. We played a game and ate fries – so it was a very successful evening.

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The sunset of the beach in Haarlem

Sunday, the 15th of september

I was really happy because we were free. A few others and me spent the day in the Vondelpark, where we played cards and picknicked.

Monday, the 16th of september till wednesday, the 18th of september

For the next two and a half days we had a language course in the Goethe-Institution. In a fast way we learned some important things, for example the letters and how to read the clock.

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The Goethe-institution

On wednesday, the 18th of september, we had to say goodbye. I was really excited to go to gouda and have my own room, but at the same time I was sad to not be able to see the others so much. I really got along with most of them well.

You know that my blog is called goudaDIARY, so that is the reason why I really want to be honest with you: while being in Amsterdam for this week, I got worried if my project would really fit to me. I changed in the last few months and was not sure anymore if my wish to work with disabled people, would still be that important for me. I was scared to live in a town that would be so much smaller than Amsterdam. I was scared to become lonely. I was scared to regret that I did not have a project that really fit the goal of my organisation, to bring peace in the hurt countries. So I have to admit that I got into this train with a weird feeling.

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Gouda

The other volunteer and I arrived in Gouda with our heavy suitcases. And there – we waited. When we called, we found out that they were thinking that we would arrive a day later. That was of course in this moment annoying, but later actually funny.

And then being arrived: we got another program. In september we would have a relatively relaxed prgram, till we would really start working in october.

On thursday we (the other volunteer from ASF, me and the other two from another organisation, who would also work in the Ark) went shopping. We got the most important things, that we would need for the first few days. Luckily the shop is not so far away, so that we are able to get there in 10 minutes walking.

After that we went to the city to drink coffee and eat cake together. My cake was huge and very sweet, but also very tasty.

It was really nice that we had some free time after that, so that I could go searching for some things in the shopping street, with which I wanted to decorate my room. I like my room, but at this moment it was so sterile and not comfortable. And I am a big fan of light chains, candles and carpets, so I hope this room will look more like me during this year.

Who is also interested in a roomtour, can tell me about the interest 🙂

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The ground plan of the ‚Hofstee‘

On friday we were swimming with the habitants from the Ark, because they do it each friday morning. It was really new for us. I actually felt really uncomfortable during this. I was really surprised because we all changed clothes in one big room, which I could have expected, but did not do it since primary school. It was not that bad, but it was really weird for me in the beginning. Adding, I really did not know how to deal with so much body contact from some Ark habitants. But I think that I will get along with this later.

On saturday I had my first real work day from 2 – 6 o‘clock. It was relatively relaxed because it was a weekend and because of that the habitants did not have to work. So we played a game, cut paprika into pieces, watched tv and went to a playground.

So I can not complain at the moment, through I had so many worries. At this moment none of my worries became true.

You can never know what the time will bring, but I really try to maintain the positive feeling.

all the love, miriam. ❤

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