Willkommen/Welkom!

Hi, ich bin Miriam und 18 Jahre alt. Momentan wohne ich in Neuruppin in Deutschland. Das wird allerdings nicht mehr lange der Fall sein, denn ab dem 1. September 2019 werde ich mein Auslandsjahr in der Niederlande in der Stadt Gouda antreten.

Doch erst einmal von Anfang an. Ab circa der sechsten Klasse entschied ich, aus welchem Grund damals auch immer, dass ich nach der Ablegung meines Abiturs erst mal ein Jahr ins Ausland gehen möchte. Dieser Wunsch bestand dann auch noch am Anfang der 12. Klasse, als es dann langsam an das Bewerben für ein Auslandsjahr gehen sollte. Schließlich wollte ich nicht gleich vom Lernen des Abiturs ins Lernen des Studiums rutschen. Außerdem wollte ich neue Länder, Sprachen, Kulturen und Menschen kennenlernen. Verschiedene Länder schwebten mir vor: USA als auch Kanada interessierten mich, aber auch Großbritannien kam für mich infrage.

Ich recherchierte viel, war jedoch mit keiner der Optionen richtig zufrieden. Weder wollte ich als Au-Pair arbeiten, da ich bereits viel auf meinen kleinen Bruder aufgepasst hatte, noch glaubte ich, dass ‚work and travel‘ zu mir passen würde. Mir war klar, dass ich etwas Sinnvolles machen wollte, helfen, mich sozial engagieren. Schließlich besteht auch der große Wunsch, später Psychologie zu studieren, wodurch ich immer wieder mit Menschen arbeiten werde und so schon Erfahrungen sammeln wollte.

Mein Vater machte mich dann während einer erneuten Panik-Suchaktion auf die Organisation ‚Aktion Sühnezeichen Friedensdienste‘, kurz ASF, aufmerksam. ASF wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von einem Mitglied der Protestantischen Kirche, Lothar Kreyssig, gegründet. Er gehörte zum Widerstand innerhalb der Bekennenden Kirche. Das Ziel der Organisation ist es, in den Ländern, in denen der Nationalsozialismus Terror verbreitet hat, um Versöhnung zu bitten. Zitat: ‚Im Bewusstsein, dass die Folgen des Nationalsozialismus noch immer spürbar sind und nur durch einen intensiven Dialog überwunden werden können, setzt sich Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) für eine Verständigung zwischen den Generationen, Kulturen, Religionen und Völkern ein. Verwurzelt im christlichen Glauben, bemüht sich ASF dabei um eine Zusammenarbeit mit allen, die für eine friedlichere und gerechtere Welt eintreten.‘ Ein Jahr im Ausland wird bei dieser Organisation deshalb auch als Friedensdienst bezeichnet.

Als ich das erste Mal davon gelesen habe, war ich sofort begeistert. Es schien perfekt wie die Faust aufs Auge zu passen, das soziale Engagement, Auslandserfahrungen und ein ganzes Jahr lang! Sofort bewarb ich mich und wurde auch schon bald auf ein Info- und Auswahlseminar in der Nähe Berlins eingeladen.

Dort lernte ich einen Haufen junger Menschen kennen, die auch gerade ihr Abitur machten, sich gerne engagierten und das Ziel verfolgten, für Frieden und Versöhnung zu sorgen. Nach drei Tagen voller Informationen und Seminaren, interessanten Diskussionen und Filmen hatte ich meine Vorstellung etwas verändert.

Ich wusste, dass ich mir jetzt nicht nur die USA oder Großbritannien als Gastland vorstellen könnte, sondern auch die Niederlande oder Belgien in Betracht zog. Schließlich war ich auch in beiden Ländern schon gewesen und hatte diese als sehr schön und interessant in Erinnerung behalten.

Ein paar Wochen bekam ich dann die Zusage: ich wurde für ein Projekt mit geistig Behinderten namens ‚De Ark‘ in der Stadt Gouda in den Niederlanden angenommen! Ich weiß noch, dass ich mich so sehr freute, dass ich sofort allen meinen Freunden davon erzählte und den ganzen Tag nicht aufhörte zu strahlen. Und schließlich hatte ich, was jetzt nicht wirklich zu empfehlen ist, alles auf eine Karte gesetzt und mich nur bei ASF beworben.

Somit begann mein Auslandsjahr-Abenteuer.

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Welcome/Welkom!

Hi, my name is Miriam and I am 18 years old. At the moment I am still living in Neuruppin in Germany. But actually that will change soon, because I am planning to do my gap year in the Nederlands starting fom the 1st of september in Gouda.

But I am starting from the beginning to explain it. When I was in sixth grade, I decided that I wanted to do a volunteery year in a foreign country after my graduation. I was still dreaming about that at the beginning of my 12th grade, when I had to start to write my applications to be on time. I really wanted to have a pause between school and university to not be stressed about learning all the time. Another reason was that I really wanted to learn more about other countries, cultures and the people living there. I could imagine a couple of countries: the United States as well as Canada were really interesting for me, but Great Britain also sounded great.

I was doing a lot of research, but not really content with any of the options. I did not want to work as an au-pair, because I often had to take care of my younger brother and was used to it, neither believed I that I would be really happy with the concept of work and travel. It was clear to me that I wanted to make something useful, to help and to engage myself. I also really wish to study psychology later, which contributes to me wanting to work with people and gain experiences.

When I was doing research again while having a lot of panic, my father showed me the website of ‚Aktion Sühnezeichen Friedensdienste‘, translated: Action Reconciliation Service (ARSP) for Peace. ARSP was grounded after the second world war by a member of the protestant church, Lothar Kreyssig. He was part of the resistance in the confessing church. The goal of the organisation is to beg for reconciliation in the countries, that suffered from the nationsozialism in Germany. Quote: ‚Aware that the consequences of National Socialism can still be felt and can only be overcome through intensive dialogue, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) campaigns for understanding between generations, cultures, religions and peoples. Rooted in the Christian faith, ASF strives to work with everyone who advocates a more peaceful and just world.’ One year in a foreign country is also called a year for piece.

When I first read about it, I was really excited about it. It seemed to fit perfectly, the social engagement, experiences in another country and a whole year long! Immediatly I sent my application and was then invited to a information- and selectionseminar near berlin.

There I met a lot of young people my age, that were also graduating at that moment, wanted to engage themselves and having the goal to have peace and reconciliation. After three days of gaining informating and having a lot of seminars, discussing with the others and watching films I changed my imagination a little bit.

I knew, that I could not only imagine the United States or Great Britain as my host year, but also the Netherlands and Belgium. I already visited both countries and remembered them as very beautiful and interesting.

A few weeks later I got accepted: I would work in a project with mental handicaped people in ‘De Ark’ in the dutch city Gouda. I can remember that I was so happy about it, that I told all my friends and could not stop smiling on that day. And one thing I really can not recommend, is that I only sent one application, but at least I can say that it worked.

And so started my gap year adventure.

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