Meine Reise nach Amsterdam und Gouda im Juni ’19 mit Jerome

Von ASF wurde mir empfohlen, bereits vor Antritt des Auslandsjahres meinem künftigen Projekt einen Besuch abzustatten. Da ich mir dachte, dass die Niederlande nicht allzu weit weg war und ich schon sehr neugierig war, was mich dort erwarten würde, beschloss ich, nach dem Abiball mit meinem Freund Jerome in unser Nachbarland zu reisen. Um unseren Besuch noch etwas zu verlängern, hatten wir die Idee, auch noch anderthalb Tage in der Hauptstadt Amsterdam zu verbringen.

Am 17. Juni ging es also los. Mit dem Zug fuhren wir sieben Stunden lang, ehe wir am Abend Amsterdam erreichten. Dort angekommen, wollten wir natürlich zu unserem Hotel gelangen, was leider etwas außerhalb gelegen war. Mit dem Bus war es allerdings gut zu erreichen. Doch da kam schon die erste Schwierigkeit: im Bus konnte man sein Ticket nur mit Karte bezahlen! Wir beide hatten unser Geld nur in Bar verfügbar, sodass wir dann mit dem Zug fahren mussten, was zwar günstiger, aber weiter von unserer Unterkunft entfernt lag. So buckelten wir erst mal eine Dreiviertelstunde durch Amsterdams Straßen, bis wir spät abends ankamen und uns dann schließlich als Abendbrot nur noch Pizza im Hotel kauften.

Am nächsten Tag hatte ich einige Dinge in Amsterdam geplant, da ich bereits vor zwei Jahren die Hauptstadt besichtigt hatte und meinem Freund natürlich die Highlights zeigen wollte. Deswegen machten wir uns zuerst auf den Weg zum A’dam Lookout, einem Restaurant, welches in der obersten Etage eines Hochhauses liegt und einen fantastischen Ausblick über Amsterdam bietet. Dort bekamen wir von einem netten Herrn zwei Getränkekarten spendiert, sodass wir dort kostenlos Rotwein verkosten durften. Im Anschluss gingen wir eine Etage herauf auf das Dach des Wolkenkratzers, da sich dort die richtige, noch relativ neue Attraktion befand: eine Schaukel, welche am Rand stand und einen über die Kante schwingen ließ. Obwohl ich dort schon einmal mitgefahren war, hatte ich doch etwas Herzklopfen, so weit oben über der Stadt zu schaukeln.

Jerome und ich über Amsterdam

Danach machten wir eine Grachtenrundfahrt durch die wunderschönen Kanäle Amsterdams. Im Anschluss wollten wir das Anne-Frank-Haus besichtigen, was leider nicht klappte, da sich das System verändert hatte und man nun nicht mehr wie früher lange auf den Einlass warten konnte, sondern nur noch mit einem online gebuchten Ticket das Haus besuchen konnte.

Doch da wir nun noch mehr Zeit als gedacht hatten, liefen wir noch etwas durch die Straßen Amsterdams und entdeckten ein süßes kleines Käsemuseum. Dort probierten wir uns durch zahlreiche verschiedene Sorten und kamen am Ende beide mit einem gekauften Käse aus dem Museum.

Einen Tag später, am 19.06., war es dann soweit: wir würden nach Gouda, meinen späteren Heimatort, fahren. Obwohl ich vorher noch sehr entspannt gewesen war, wurde ich nun doch etwas aufgeregt und neugierig, wie dieser Ort nun sein würde, in dem ich für ein Jahr wohnen und leben sollte. Aus dem Internet wusste ich, dass Gouda 70.000 Einwohner hat und nur ungefähr 20 Minuten von Rotterdam entfernt liegt.

In Gouda angekommen, wurden wir herzlich empfangen und erst einmal in mein späteres Zuhause, genannt das ‚Hofstee‘, gebracht. Dieses Haus hat zwei Stockwerke, liegt in der Nähe eines Flusses sowie am Ende einer langen Straße und ist von einem kleinen Garten umgeben. Es ist nicht weit von meiner Arbeitsstelle als auch vom Bahnhof entfernt, sodass ich alles zu Fuß, oder wie dort üblich, mit dem Fahrrad, erreichen kann.

Der Flur mit Bildern von (ehemaligen) Freiwilligen

Im Erdgeschoss befinden sich einige Arbeitsräume für die Mitarbeiter der Arche (‚De Ark‘) als auch ein großes Wohnzimmer mit Küche. Oben liegen zahlreiche Schlafzimmer, die für uns wenige Freiwillige viel zu viele sind und somit genug Platz für Besucher bieten.

Mein persönliches Highlight: die WG-Katze Beaux! Für mich als Katzenliebhaber natürlich eine freudige Überraschung.

Beaux

Angekommen an meiner Arbeitsstelle, lernte ich einige Mitarbeiter als auch Bewohner kennen. Die Bewohner der Arche sind geistig Behinderte, welche als Krankheitsbilder entweder das Downsyndrom, Autismus oder eine Unterentwicklung haben, sodass sie sich auf dem Stand eines 3 bis 4-jährigen Kind befinden. Jeder, der dort arbeitet, versicherte mir, dass es Anfang immer ungewohnt ist, mit Behinderten zu arbeiten, wenn man noch keine Erfahrung mit ihnen hat. Aber man gewöhne sich daran und schließlich sind es Menschen, genau wie wir.

Am nächsten Tag lernte ich noch ein wenig den täglichen Alltag in der Arche kennen. Ich aß, betete, sang und zeichnete mit den Bewohnern, was viel Spaß machte. Das werden auch meine zukünftigen Aufgaben sein: ich werde mich mit den Behinderten beschäftigen, mit ihnen spielen, Dinge unternehmen oder für sie kochen und aufräumen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, im Garten beim Anbau von Blumen mitzuhelfen.

Da am Nachmittag schon unser Zug ging, verabschiedeten wir uns gegen Mittag, um noch etwas auf eigene Faust die Stadt erkunden zu können. Gouda ist eine schöne Stadt, welche ihrem Namen super entspricht: überall findet man Käseläden, runder Gouda, der auf Schnüren zwischen den Häusern aufgespannt ist und Möglichkeiten, sich in typisch niederländischen Holzschuhen mit einem Käse in der Hand fotografieren zu lassen.

Goudas Innenstadt
Jerome und Gouda in Gouda ❤

Grundsätzlich kann ich sagen, dass ich mit einem positiven Gefühl nach Hause gefahren bin. Natürlich habe ich etwas Sorgen, wie alles im Endeffekt laufen wird und wie es sein wird, auf sich allein gestellt zu sein, aber die Menschen waren sehr zuvorkommend und herzlich, sodass ich bereits beruhigter geworden bin. Somit genieße ich noch die letzten zwei Monate in Deutschland und freue mich danach auf meinen Friedensdienst in den Niederlanden.

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My visit in Amsterdam and Gouda in june ’19 with Jerome

ASPR recommended to visit our projects before the start of our gap year. Because I was really courious and also knowing that the Netherlands are not so far away, I decided to travel to our neighbour country after my prom with my boyfriend. To make our visit a little longer we had the idea to spend one and a half days in the capital city Amsterdam.

The starting day was the 17th of june. With the train we needed seven hours, till we arrived in the evening in Amsterdam. Having arrived, we tried to get to our hotel, which sadly was far away of the center. Fortunately there was a good connection with the bus there. But there came already the first difficulty: in the bus we could only pay by card! We only had our money in cash available, which contributed in having to drive by train, which was indeed cheaper, but also more far away from our hotel. So we had to walk through the city of amsterdam, till we got there late in the evening and bought pizza in the hotel for dinner.

On the next day we had a few things planned, because I already visited Amsterdam two years ago and I wanted to show my boyfriend the highlights. Out of that reason we took our way to the A‘dam Lookout, a restaurant, which is on the highest floor of a skyscraper and offers a great view over Amsterdam. There a nice man gifted us two cards with which you could get free drinks, so that we could try red wine. After that we got a floor higher on the roof of the skycraper, where we got to see the new attraction: a swing, which is swinging over the edge of the roof. Although I already did it, I was nervous, but excited again.

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Jerome and I swinging over Amsterdam

Then we made a tour with the boat over the rivers of Amsterdam. After that we wanted to visit the Anne-Frank-house, which fortunately did not work, because the system changed and we could not wait for it to get it, but should have booked tickets.

But as we did have more time than expected, we walked trough the city of Amsterdam and found a sweet little cheese museum. We tried a lot of different sorts and both bought cheese there.

A day later, on the 19th of june, it was so far to go to the city of Gouda, my future home. Although I was really relaxed before, I know got more and more excited and nervous how this place would be, where I am supposed to be living for one year. Out of research I knew that Goouda has 70.000 inhabitants and is only 20 minutes far away from Rotterdam.

Having arrived in Gouda, we were warmly welcomed and brought into my future home, called the ‚Hofstee‘. This house has two floors, is near a river and at the end of a long street and surrounded by a little garden. It is not far away from my work place as well as from the station, with which I do not need to much time to get somewhere by walking, or with here known, by bike.

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The floor with the pictures of (former) volunteers

In the first floor are a few rooms for the office workers from the Ark as well as a big living room and a kitchen. Upstairs are a lot of sleeping rooms, which are way too many for us few volunteers and offers with this enough place for visitors.

My personal highlight: the cat beaux living with us! For me as a cat lover of course a happy surprise.

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Beaux

In my future work place I got to know some of the collegues as well as the habitants of the Ark. The habitants of the Ark are mentally handicaped, which do have either the downsyndrom, autism or an underdevelopment, so that they are mentally like a 3 to 4 year old. Everyone working there insured me that it will be unusual for me to work with people with handicaps, if you did not have any experiences with them before. But everyone can get used to it and adding: they are people like us after all.

On the next day I got to know the everyday life in the Ark. I ate, prayed, sang and drew with the habitants, which was really fun. This will also be my future tasks: I will be taking care of them, ply with them, doing things with them and also cook and clean up. Also there is the possability to help in the garden with planting flowers.

Because we knew we would leave with the train in the afternoon, we said goodbye earlier to see the city centre on our own. Gouda is a beautiful city, which really represents its name: everywhere you can find cheese shops, plastic goudas, which are hanging between the houses and the possabilities to take pictures with a cheese in their hands.

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Goudas city centre
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Jerome with gouda in gouda ❤

Basically I can say that I left with a positive feeling. Of course I am still a little bit worried how everything will turn out and how it will be to live on my own, but the people there were really helpful and friendly, which made me more calm. And with this feeling I will enjoy my last two months in Germany and am happy to start my gap year in the Netherlands.

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